22. November 2011

Mitfahren im Aston Martin

Kategorie: Autos — admin @ 11:47

Karl Hubert pflegt, repariert und wartet seit gut 15 Jahren seinen Baujahr 1965 Aston Martin vom Typ DB5. Was als Geldanlagen Kauf begann hat sich zu einem sozialen wie auch technischen Hobby entwickelt. Auf Treffen der alten PS Boliden fährt man gerne, dort werden die aufwendig restaurierten Weggefährten aus den 30iger bis den frühen 70iger Jahren vor einem interessierten Publikum zur Schau gestellt. Probefahrten sind jedoch nur ganz selten möglich, wenn der Besitzer einwilligt. (weiterlesen…)

3. August 2009

Still blowing! Der Bentley 4 1/2 Liter Blower

Kategorie: Autos, Bilder & Videos — admin @ 14:31

Die Konkurrenz aus Sindelfingen hatte den Kompressor in den Zwanzigern zur Blüte gebracht, die Mercedes-Benz SSKs dominierten den Motorsport nach belieben. Damit der Motor durch den Leistungsschub des mechanischen Gebläses keinen Schaden nahm, hatten die Sindelfinger Tüftler die Aggregate fürstlich dimensioniert, allein die Kurbelwelle wog mehr als ein moderner Kleinwagenmotor und der Block hätte wahrscheinlich der hohen Verdichtung eine Dieselkompression standgehalten. Walter Owen Bentley überzeugte dieser Weg der Leistungssteigerung allerdings überhaupt nicht. Der findige Entwickler und talentierte Konstrukteur vertraute eher dem eleganten Weg zu mehr Pferdestärken: mit aufwändiger Ventilsteuerung, optimierter Gemischbereitung und Hubraumvergrößerung. Wem das nicht reichte, der sollte sich doch einfach einen Motor mit mehr Zylindern kaufen, so seine feste Überzeugung, Schliesslich stand ja nicht nur der 4,5 Liter große Vierzylinder in den Verkaufslisten, sondern auch Motoren mit 6,5 und 8 Litern Hubraum. Ohnehin waren Bentley keine grazilen Leichtgewichte, Spötter sprachen gar von rasenden Lastwagen, dessen Günstige Autoteile doch ein erhebliches Gewicht auf die Waage brachten.

Trotzdem konnte den vornehmlich in “english racing green” gehaltenen Fahrzeugen ein Mindestmaß an Eleganz nicht abgesprochen werden. Und sie hatten viele Freunde, darunter auch geradezu fanatische Anhänger, die dem Meister die dicken Schiffe aus der Werkstatt wegkauften und auf den Rennstrecken Europas verheizten, zugegeben, nicht ganz ohne Erfolg. Aber die Deutschen waren nur noch sehr schwer zu schlagen, Bentley musste endlich ein Einsehen haben, und auch einen Kompressor einsetzen, das sollte doch für ein Genie wie ihn keine große Sache sein! Bentley gab schliesslich wider besseres Wissen nach und ließ das Unheil seinen Lauf nehmen.

Zusammen mit Amherst Villiers, der einen Verdichter nach dem Rootes-Prinzip unter eigenem Namen verkaufte, machten sich die Experten an die Aufrüstung des 4 1/2 Liter zum Blower. Obwohl schon im Vorfeld der Motorblock verstärkt worden war kam es beim Verdichtereinsatz zu heftigen Verformungen des Aggregats. Das Gebläse selbst hatte keinen Platz  im knapp geschnittenen Motorraum des Bentley 4 1/2 Liter gefunden, er wurde vor dem Kühler angebracht und ragte in den Fahrtwind. Das Zusammenspiel des an sich kultivierten Bentley-Motors mit dem Villiers-Gebläse konnte nur wenige Male bei Renneinsätzen überzeugen, meistens schied die vom Firmenchef ungewünschte Paarung schon nach wenigen Runden mit einem technischen Problem aus. Für ein Auto mit so geringer Fortune bei sportlichen Einsätzen war die Außenwirkung jedoch spektakulär, noch heute ist das riesige Ungetüm im automobilen Bewußtsein verankert, noch heute freuen sich Enthusiasten über den Anblick des englischen Schlachtschiffes.

Aber nur wenige kommen in den Genuß dieses mobile Monument tatsächlich zu begegnen, denn von den 55 gebauten Exemplaren haben zwar immerhin 40 überlebt, doch diese geringe Anzahl sorgt für gehörige Exklusivität. Immerhin war der Bentley 4 1/2 Liter Blower das teuerste Automobil des vereinigten Königreichs, mehr als zehnmal so teuer wie ein damals unerschwinglicher MG M. Der Blower war eines der letzten Fahrzeuge, die unter der Ägide von Walter Owen Bentley entstanden, die Wirtschaftskrise der Dreißiger Jahre hatte seinem Unternehmen schwer zugesetzt und auch seine reiche Freunde und Förderer konnten den Konkurs 1931 nicht aufhalten. Rolls- Royce übernahm die Namensrechte und bot wenige Jahre später Fahrzeuge mit eigener Technik unter Beibehaltung der klassischen Bentley-Linie an. Endlich durften auch Fahrzeuge mit sportlichen Fahrleistungen glänzen und auch Renneinsätzen, die sich für einen Rolls-Royce als nicht standesgemäß von selbst verboten, konnten sich im Nachruhm der exklusiven Blower sonnen.

Ford Mustang – Ein Oldtimer sonder Gleichen!

Kategorie: Autos, Bilder & Videos — admin @ 13:42

Mädchen spielen mit Puppen. Männer mit dem Gas!

Hinter dem Steuer eines Ford Mustang Oldtimer mit dem beeindruckenden Pony im Kühlergrill aus dem Jahr 1968 ist Mann Mann. Herrscher über einen Big Block mit 8 Zylindern, riesigem Drehmoment und einigen Pferdchen unter der Haube. Es streiten sich zwar die Geister, ob als Cabrio oder Coupe, aber der Fastback ist zweifelsohne eine der schönsten Silhouette. Wenn Mann heute einen Ford Mustang Oldtimer sein Eigen nennt, fährt er am liebsten auf ein Muscle Car Treffen für den obligatorischen Burnout. Bei diesen Cruise Events wird Mann jäh mit dem typischen Klischee der US Car Community konfontiert.

Frauen sind meist Grid Girls oder Boxenluder. Aber sollte sich eine Frau unter den Besitzern befinden, hat sie bei solchen Terminen garantiert alle Blicke auf sich und ihr Muscle Car. Aufgrund der multimedialen Berühmtheit des Ford Mustang zahlt Mann hart ein, denn die Nachfrage regelt den stetig steigenden Preis. Da lohnt sich ein Blick in den Marktplatz im Internet und vielleicht eventuell sogar der Import aus den USA.

Klassische Fahrzeuge sind ein ganz besonderes Thema, dem wir uns hier widmen. Ein Oldtimer ist meist eine langgehegte Leidenschaft, mit der ein Besitzer meist viel verbindet. Pflege und Instandhaltung sind ein großer Teil dieses Hobbys. Zum eine gibt es die klassischen Oldtimer-Fans, die sich den langehegten Traum erfüllen und sich einen komplett restaurierten Oldtimer kaufen, um ihn zu fahren und für Wartung und Reparatur in die Werkstatt bringen, zum anderen den wahren Schrauber, der nicht glücklich ist, wenn am Wochenenden vor der Ausfahrt nicht mindestens einmal die Hände dreckig waren und einmal die Haube geöffnet worden ist. Auch Dinge wie den Kauf von Ersatzteilen regelt der Schrauber selbst, da dies Bestandteil von Aufbau und Restauration seines Lieblings ist. Hierzu fährt man häufig auf den Teilemarkt für Oldtimer und Youngtimer sowie auf zahlreiche treffen. Hier wiederum ist auch der andere Typus des Classic Drivers zu treffen, ebenso wie leidenschaftliche Sammler von Klassischen Fahrzeugen und der einfache Oldtimer-Fan, der an der Ausstellung bei Oldtimer-Terminen erfreut und auch gern das Automobil-Museum besucht. Es gilt ein Auge auf den Markt zu haben, um sich den Klassiker der Zukunft zu sichern. Große Namen wie Bentley, Facel, unter anderem auch Aston Martin, Porsche, Mercedes, die wundervollen italienischen Fahrzeuge von Bugatti und Ferrari, die auf Auktionen Höchstpreise erzielen. Klassiker, die nicht immer ein kleines oder auch großes Vermögen erfordern wie Alfa-Romeo, Fiat, Lancia, die etwas jüngeren Modelle von Mercedes, BMW und Audi sind auch gern genommene Exemplare.Ebenso trifft man hier auf dem Marktplatz für Youngtimer und Oldtimer viele Gewerbetreibende und Oldtimer-Händler. Karosserie-Betriebe, Lackierer, Polsterer und Sattlereien treten hier ebenso in Erscheinung wie private Anbieter von Fan-Artikeln. Meist sind hier auch zahlreiche Vertreter aus den Bereichen Oldtimer-Leasing und Oldtimer-Finanzierung, ebenso wie Oldtimer-Versicherung und Gutachter und Sachverständige anzutreffen. Der Youngtimer-Markt stellt sich hier oft etwas entspannter dar, da hier häufig auch reguläre Autohändler gebrauchte Fahrzeuge im Angebot haben. Der Oldtimer-Markt weist aber eine große Anzahl klassischer Marken und Pre-War-Cars auf, die im Youngtimer-Bereich schon fast nicht mehr zu finden sind.